Die Website des Taekwondo Center Stuttgart e.V. | Trainieren Sie mit dem Weltmeister und werden Sie auch ein Champion!
Auf 800qm Gesamtfläche mit 2 Trainingshallen bietet unser Verein mehr als ausreichend Platz für Taekwondo, Hapkido und Fitness.
Sämtliche Geräte stehen jedem Mitglied täglich zur freien Verfügung. Wir können nicht nur Kampfkunst.
Für Unentschlossene bieten wir ein kostenfreies Probetraining an. Vereinbaren Sie heute noch einen Termin..
Februar 09, 2026
Austria Open 2026 – Starke Auftritte in Innsbruck
Am 07. und 08. Februar 2026 fanden die Austria Open 2026 in der Olympiahalle in Innsbruck (Österreich) statt. Mit insgesamt 1.286 Athletinnen und Athleten aus zahlreichen Nationen zählt dieses Turnier zu den größten und stärksten internationalen Taekwondo-Wettkämpfen Europas.
Das TKD Center Stuttgart war mit drei Athletinnen und Athleten vertreten – und konnte sich auf internationalem Top-Niveau eindrucksvoll präsentieren.
Am Samstag gingen die Juniorenklassen an den Start.
Lena Milica Djuric (bis 68 kg) zeigte eine starke und engagierte Leistung. Mit guten Aktionen und viel Einsatz stellte sie ihre Qualität unter Beweis, musste sich jedoch nach der ersten Runde einer starken Gegnerin geschlagen geben. Trotz des frühen Ausscheidens war ihr Auftritt kämpferisch und technisch überzeugend.
David Findling (bis 48 kg) startete erfolgreich ins Turnier. Den ersten Kampf konnte er souverän für sich entscheiden und zeigte dabei seine Schnelligkeit und taktische Reife. In der darauffolgenden Runde traf er auf einen sehr starken Gegner und musste sich nach einem intensiven Duell geschlagen geben. Dennoch ein wertvoller internationaler Wettkampftag für den jungen Athleten.
Am Sonntag betrat Kim Vivian Kreuzer (bis 67 kg) die Matte – und sorgte für einen beeindruckenden Wettkampftag.
Im ersten Kampf setzte sie sich souverän gegen Lisa Schmidt aus Deutschland durch und zog verdient in die nächste Runde ein.
Im Achtelfinale wartete mit der Weltranglisten-15. und Olympiasiegerin von Tokio, Matea Jelic, eine absolute Top-Athletin. In einem hochklassigen und taktisch geprägten Kampf zeigte Kim eine herausragende Leistung und bezwang die Kroatin sensationell.
Im Viertelfinale traf sie auf Doris Pole, die Nummer 35 der Weltrangliste. Auch hier bewies Kim ihre starke Form und entschied den Kampf für sich.
Im Halbfinale stand ihr schließlich die Französin Ines Mehnan, Nummer 17 der Weltrangliste, gegenüber. Nach einem Unentschieden in der dritten Runde musste die Entscheidung durch die Kampfrichter erfolgen. Diese werteten den Kampf knapp zugunsten der Französin.
Trotz der knappen Niederlage konnte Kim mit einer Bronzemedaille mehr als zufrieden sein. Auf diesem international hochklassigen Turnier gleich mehrere Weltklasse-Athletinnen zu besiegen, unterstreicht ihre starke Entwicklung und ihr internationales Niveau.
Die Austria Open 2026 waren für das TKD Center Stuttgart ein Turnier mit wichtigen Erfahrungen, starken Leistungen und einem internationalen Ausrufezeichen durch die Bronzemedaille von Kim Vivian Kreuzer.
Herzlichen Glückwunsch an alle drei Athletinnen und Athleten zu ihrem Einsatz auf höchstem Niveau!
Februar 08, 2026
29th International Children’s Championship Taekwondo – Esslingen, 07.02.2026
Am 07. Februar 2026 fand in Esslingen die 29. International Children’s Championship Taekwondo statt. Das hochklassig besetzte Nachwuchsturnier lockte zahlreiche Vereine und junge Talente aus dem In- und Ausland an. Mitten im Geschehen: das TKD Center Stuttgart, das mit insgesamt zehn Kämpferinnen und Kämpfern an den Start ging.
Von Beginn an zeigten die Nachwuchsathletinnen und -athleten aus Stuttgart großen Einsatz, Kampfgeist und technische Stärke. In spannenden und teilweise sehr engen Begegnungen bewiesen sie Nervenstärke, Disziplin und taktisches Geschick.
Besonders erfreulich war die Ausbeute an Podestplätzen:
1. Platz
Beide Athletinnen und Athleten überzeugten mit souveränen Leistungen in ihren Klassen. Mit klaren Techniken, kluger Kampfführung und großem Selbstvertrauen setzten sie sich gegen starke Konkurrenz durch und sicherten sich verdient die Goldmedaille.
2. Platz
Mit großem Kampfwillen erreichten diese drei Sportlerinnen das Finale. Auch wenn es am Ende knapp nicht ganz zum Turniersieg reichte, zeigten sie beeindruckende Leistungen und unterstrichen ihr großes Potenzial.
3. Platz
Auch die Bronzemedaillengewinner lieferten starke Kämpfe und bewiesen, dass sie zur Spitze ihrer Altersklassen gehören. Jeder einzelne Kampf war geprägt von Mut, Technik und dem unbedingten Willen, alles auf der Matte zu geben.
Auch Damir zeigte eine engagierte und kämpferisch starke Leistung. Nach intensiven Begegnungen erreichte er einen respektablen fünften Platz und sammelte wertvolle Wettkampferfahrung auf internationaler Bühne.
Mit insgesamt neun Podestplätzen bei zehn Startern kann das TKD Center Stuttgart auf einen äußerst erfolgreichen Wettkampftag zurückblicken. Neben den sportlichen Erfolgen stand vor allem der Teamzusammenhalt im Vordergrund. Die Athletinnen und Athleten unterstützten sich gegenseitig lautstark, fieberten mit und wuchsen als Mannschaft noch enger zusammen.
Das Trainerteam zeigte sich entsprechend stolz auf die gezeigten Leistungen. Die Ergebnisse bestätigen die kontinuierliche Trainingsarbeit und die positive Entwicklung im Nachwuchsbereich.
Herzlichen Glückwunsch an alle Kämpferinnen und Kämpfer zu diesem großartigen Erfolg in Esslingen!
Januar 27, 2026
Am 24. und 25. Januar 2026 wurde die Deutsche Taekwondo-Meisterschaft in der Kia Metropol Arena in Nürnberg ausgetragen. An zwei hochklassigen Wettkampftagen trafen die besten Athletinnen und Athleten Deutschlands in den Junioren- und Seniorenklassen aufeinander.
Das TKD Center Stuttgart ging mit sieben Kämpferinnen und Kämpfern an den Start und präsentierte sich mit großem Einsatz, starken Leistungen und wertvollen Erfolgen.
Für das sportliche Highlight aus Stuttgarter Sicht sorgte David Findling in der Klasse Junioren bis 48 kg. Der an Position zwei gesetzte Athlet zeigte während des gesamten Turniers eine beeindruckende Leistung und krönte sich am Ende verdient zum Deutschen Meister.
Im ersten Kampf setzte sich David souverän gegen Nico Maier von der Kampfsportschule Weinstadt durch. Auch im Halbfinale ließ er Phillip Knecht von der Taekwondo Gemeinschaft Allgäu keine Chance.
Im Finale traf David auf den an Nummer eins gesetzten Ziad Chlihi vom SG WYDAD Frankfurt e. V. In einem spannenden und hochklassigen Endkampf behielt David die Oberhand und sicherte sich die Goldmedaille sowie den Titel des Deutschen Meisters.
Einen weiteren Podestplatz erkämpfte sich Lena Djuric bei den Juniorinnen –68 kg. Nach einem Freilos in der ersten Runde zog sie ins Halbfinale ein, wo sie unglücklich gegen Ayla Akin vom Sportwerk Düsseldorf unterlag. Lena durfte sich verdient über die Bronzemedaille freuen.
Auch Georgia Chamtidou zeigte eine starke Leistung in der Klasse Juniorinnen +68 kg. Nach einem Freilos in der ersten Runde musste sie sich im Halbfinale Minel-Melike Fitoz vom TSC Gladbeck geschlagen geben. Georgia belegte damit einen hervorragenden dritten Platz und gewann ebenfalls die Bronzemedaille.
In der Gewichtsklasse –59 kg konnte Laura Enes ihren Auftaktkampf souverän gegen Elif-Sude Dumlu vom PSV Georgsmarienhütte für sich entscheiden. Im Viertelfinale unterlag sie anschließend Emilia Rucinski vom TSV 1865 Dachau.
Maxim Wedel startete in der Klasse –68 kg, musste sich jedoch bereits im ersten Kampf Ognjen Avramovic vom KSC Leopard Nürnberg geschlagen geben.
Sein Debüt bei einer Deutschen Meisterschaft feierte Neo Tanasijevic in der Gewichtsklasse –55 kg. In einem sehr guten und äußerst knappen Kampf zeigte er eine starke Leistung, unterlag jedoch Tayler Büttgenbach von den Wuppertaler Tigern nur denkbar knapp.
Am Sonntag standen die Seniorenklassen auf dem Programm. Lena Djuric ging nach ihrem erfolgreichen Juniorinnen-Auftritt erstmals auch bei den Seniorinnen –67 kg an den Start. In ihrem Debütkampf zeigte sie eine sehr engagierte und technisch saubere Leistung, musste sich jedoch Lisa Schmidt von Taekwondo Kirchseeon geschlagen geben.
Einen starken Einstieg bei den Seniorinnen –67 kg hatte Kim Vivian Kreuzer. Sie gewann ihren ersten Kampf souverän gegen Emma Novelie Karopka von Moo RimSan e. V. Leider musste sie ihren zweiten Kampf krankheitsbedingt abgeben, wodurch ihr Turnier vorzeitig beendet wurde.
Mit einem Deutschen Meistertitel, zwei Bronzemedaillen sowie vielen starken Einzelauftritten und Debüts blickt das TKD Center Stuttgart stolz auf die Deutsche Meisterschaft 2026 zurück. Die gezeigten Leistungen unterstreichen die Qualität der Trainingsarbeit und lassen optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe blicken.
Herzlichen Glückwunsch an alle Athletinnen und Athleten sowie das gesamte Trainerteam! 🥋🏆
November 30, 2025
PRESIDENT'S CUP POOMSAE
Drei Sportlerinnen und Sportler des Taekwondo Center Stuttgart reisten am 29./30. November nach Innsbruck, um die letzten Weltranglistenpunkte des Jahres einzusammeln.
Fabian Frank konnte sich die Bronzemedaille in der Klasse U40 sichern. Doris Hely erreicht nach einem Sieg gegen Österreich den 5. Platz bei ihrem letzten Wettkampf in der Klasse U60.
Isabelle Frank musste sich in der Klasse U30 einer starken Sportlerin aus Italien geschlagen geben.
Am zweiten Wettkampftag erreichte Fabian mit seinem Team den 1. Platz.
Die Ergebnisse:
1. Platz: Fabian (Team)
3. Platz: Fabian Frank
Herzlichen Glüchwunsch!
November 29, 2025
Marina ist zweifache "Deutsche Hochschulmeisterin 2025"
Am Samstag, den 29.11.2025 fand die Deutsche Hochschulmeisterschaft in Karlsruhe am KIT statt. Zwei Sportlerinnen aus der Poomsae Gruppe des Taekwondo Center Stuttgart sind an den Start gegangen. Elena Holm startete über die DHBW und Marina Geiselmann über die Universität Hohenheim.
Als erstes waren Marina und Elena jeweils im Einzel dran. Elena Holm zeigte eine kraftvolle Form, konnte die Kampfrichter dennoch nicht von sich überzeugen und musste sich in dem Battle gegen die spätere Zweitplazierte geschlagen geben.
Marina konnte alle Battle für sich entscheiden und holte damit im Einzel den Titel „Deutsche Hochschulmeisterin 2025“. Anschließend ging Marina noch zusammen mit Nico Tragkos (Universität Hohenheim) im Paarlauf an den Start. Die Beiden sicherten sich nach zwei Battles ebenfalls den ersten Platz und damit den zweiten Titel.
November 21, 2025
Tag der offenen Türe im TKD Center Stuttgart – Sei dabei!
Am 06. Dezember 2025 ab 12:00 Uhr öffnen wir im TKD Center Stuttgart e.V. unsere Türen für alle, die Taekwondo hautnah erleben möchten – egal ob Anfänger, neugierige Gäste oder erfahrene Sportler.
Unter dem Motto „Erleben. Ausprobieren. Begeistern.“ erwartet euch ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein:
🥋 Offenes Probetraining für jedermann
🔎 Einblicke in unser Training und unseren Verein
🎅 Besuch des Nikolaus & spannende Vorführungen
🎉 Tolles Programm für die ganze Familie
🍽 Für Verpflegung ist selbstverständlich gesorgt
Kommt vorbei, lernt unsere Trainer, Mitglieder und die einzigartige Gemeinschaft im TKD Center Stuttgart kennen. Ob ihr euch sportlich ausprobieren möchtet oder einfach einen schönen Nachmittag mit der Familie verbringen wollt – ihr seid herzlich willkommen!
📍 Ort: Zahn-Nopper Straße 1, 70435 Stuttgart-Zuffenhausen
📅 Datum: Samstag, 06.12.2025
⏰ Start: ab 12:00 Uhr
Wir freuen uns auf euch!
Euer Team vom TKD Center Stuttgart
November 16, 2025
Silberglanz für Kim Vivian Kreuzer bei den Croatia Open G1 in Zagreb
Die Croatia Open G1 in Zagreb zählten auch 2025 wieder zu den stärksten internationalen Turnieren im Taekwondo. 635 Athleten aus aller Welt traten vom 15. bis 16. November gegeneinander an – und mittendrin ein kleines, aber hochmotiviertes Team vom TKD Center sowie mehrere Starter über die TUBW.
Erfolgreicher Auftritt der TUBW-Athleten
Die jungen Kämpferinnen und Kämpfer zeigten starke Leistungen und konnten sich mehrfach aufs Podest vorkämpfen:
Auch die weiteren TUBW-Starter kämpften mutig:
Kim Vivian Kreuzer erkämpft Silber – ein Highlight am Finaltag
Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Kim Vivian Kreuzer, die als einzige Seniorin für das TKD Center an den Start ging – und für ein echtes Ausrufezeichen sorgte.
Mit einer herausragenden Leistung und großem Kampfgeist holte Kim Vivian Kreuzer die Silbermedaille – ein glänzender Erfolg für das gesamte Team.
Ein großes Dankeschön geht an Trainer Dejan Markovic, der das Team wie immer stark vorbereitet und begleitet hat.
November 08, 2025
RANGLISTENTURNIER POOMSAE
Am 08. November traf sich die deutsche Poomsae-Szene im bayerischen Feucht bei Nürnberg zum letzten Ranglistenturnier des Jahres. Auch unser Verein war vertreten und konnte folgende Platzierungen erreichen:
1. Platz: Elena/Marina/Isabelle (Team), Fabian Frank, Fabian (Team), Matthias (Team)
3. Platz: Maximilian Wanner, Matthias Walter
Herzlichen Glückwunsch!
Oktober 18, 2025
BADEN-WÜRTTEMBERGISCHE MEISTERSCHAFT POOMSAE
Auch das dritte Turnierwochenende in Folge bestritt unser Poomsae-Team äußerst erfolgreich. Bei der Baden-Württembergischen Landesmeisterschaft in Plüderhausen zeigten sich alle erneut in Bestform und unterstrichen mit ihren Leistungen in den Einzel-, Paar- und Teamkategorien die Qualität unseres Vereins im Formenbereich. Das TKD Center Stuttgart konnte sich damit in diesem Jahr den 1. Platz in der Mannschaftswertung sichern.
1. Platz: Jasmin Kleber, Maximilian Wanner, Simon Kleber, Marina Geiselmann, Anna Raus, Fabian Frank, Doris Hely, Christiane Geiselmann, Matthias Walter, Sun/Maximilian (Paar), Doris/Martin (Paar), Alina/Fabian (Paar), Elena/Marina/Isabelle (Team), Matthias/Rolf/Wolfgang (Team)
2. Platz: Isabelle Frank, Alina Schulz, Christiane/Matthias (Paar)
3. Platz: Elena Holm
Herzlichen Glückwunsch!
Das Taekwon-Do Center Stuttgart e.V. wünscht seinen Mitgliedern, Gönnern und Freunden nur das Beste für das kommende 2020 :)
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Herzliche Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche für 2020 senden wir unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden.
Euer TKD Center Stuttgart e.V.
Park Pokal 2019
Vergangenes Wochenende machte sich eine Gruppe Kämpfer auf zum letzten Turnier des Jahres. Mit 5x Gold, 3x Silber und 4x Bronze kehrten sie nach Hause.
Wir gratulieren allen Kämpfern.
Optimale Vorbereitung, Gelassenheit und innere Ruhe als Erfolgsgaranten
Als einer der ersten deutschen Athleten schaffte der Taekwondo-Weltmeister Alexander Bachmann das, was in Deutschland bisher erst wenige Sportler erreichen konnten. Er qualifizierte sich am 6. Dezember, dem Nikolaustag, in Moskau nach einem harten und langen Weg mit einem Direktstartplatz für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokyo. Dieser Tag war nicht nur für den glücklichen Taekwondo-Sportler ein besonderer Tag. Auch bei seinem Trainer Vanja Babic wird der 6. Dezember 2019 für immer in Erinnerung bleiben. Wie es zu dem großen Erfolg in Moskau kam und was den Tag für den Trainer so unvergesslich macht, das verraten Vanja Babic und Alexander Bachmann exklusiv im Interview.
Von Helena Stanek
Mit einer mental starken Leistung ging Alexander Bachmann am Nikolaustag in Moskau in seine Mission „Olympiaticket“. Die Anspannung bei ihm und allen Beteiligten war groß. „Obwohl ich von 1997-2012 fast 16 Jahre als Bundestrainer gearbeitet habe, schaffe ich es bis heute nicht auf der Tribüne still zu sitzen, wenn unsere deutschen Athleten kämpfen“, verriet der Taekwondo Sportdirektor Holger Wunderlich kurz vor der Abreise nach Moskau. Alex Bachmann dagegen machte auch an diesem besonderen Tag das, was ihn in seiner erfolgreichen Karriere auszeichnet: Ruhe bewahren. Der erste Kampf gegen den starken Brasilianer, Maicon Siqueira, war an Spannung kaum zu übertreffen. Ein ständiger Führungswechsel im Kampfverlauf endete mit einem 18:17 Punkte-Vorsprung für Alex. Doch in der letzten Sekunde des Kampfes gab der Kampfrichter dem Deutschen noch eine Verwarnung und das Scoreboard schlug auf 18 zu 18 Punkte um. Die vierte Runde, der sogenannte Sudden Death, musste entscheiden wer als Sieger von der Fläche gehen konnte.
„Eigentlich war der Kampf gegen den Brasilianer kein Problem“, resümiert Bachmann gelassen nach seinem Sieg gegen den Sofia-Grand Prix-Sieger und WM-Bronzemedaillengewinner 2019 aus Brasilien. Für die Zuschauer hingegen, war dieser Kampf vom Verlauf her pure Nervenanspannung. Das sich Alex auch mit einer Niederlage im ersten Kampf direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert hätte, war wohl nur den Insidern bewusst.
Erfolge in Australien, Italien und Israel sorgten für hervorragende Ausgangssituation
Durch seine letzten Erfolge bei den European Extra Games (Silber) und den Israel Open (Gold) hatte sich der 25-jährige eine perfekte Ausgangssituation verschafft, so dass der Anruf bei seiner Frau Rabia nach seinem gewonnen Olympiaticket im Prinzip nur noch Formsache war. Als die Entscheidung dann endgültig feststand, war die Freude bei allen Mitgereisten dennoch groß. „Die direkte Qualifikation von Alexander über die Olympische Weltrangliste macht uns als Verband überglücklich und sehr stolz. Er hat es, in Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern, aus eigener Kraft geschafft. Durch die hervorragende Zusammenarbeit der Trainer, des Ärzteteams und des Präsidiums war dies möglich. Ihnen gilt ebenso mein Dank, wie unserem Olympia-Teilnehmer Alexander Bachmann,“ sagte Musa Cicek, Vize-Präsident Leistungssport. Diese Zusammenarbeit wird nun seitens der DTU noch einmal verstärkt. Sein Heimtrainer Vanja Babic wird ab Januar dem offiziellem Trainerteam der DTU angehören, um die Vorbereitung optimal gestalten zu können. Vanja Babic: „Die Zusammenarbeit mit der DTU war rückblickend perfekt. Alles funktionierte tadellos. Das hat diesen Erfolg überhaupt möglich gemacht. Jedes Problem, das wir hatten, wurde gemeinsam angegangen und gelöst. Für Tokyo müssen wir alle noch eins drauflegen. Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung als Bundestrainer bei der DTU.“
Verändern wird sich für den ehemaligen Leistungssportler Babic natürlich einiges. In seinem Verein, TKD Center Stuttgart, hält der Vater von Vanja, Stojan Babic, die organisatorischen Fäden in der Hand. Ein großes Trainerteam kümmert sich um die einzelnen Gruppen. Die Top-Athleten in Stuttgart trainieren dann bei Vanja. Der Verein stärkt Vanja Babic nun in seiner neuen Rolle als Bundestrainer den Rücken, damit er sich zukünftig voll auf die Olympiavorbereitung von Alexander Bachmann konzentrieren und andere Arbeiten ein wenig zurückstellen kann.
Vanja Babic: „Als Alex den WM-Titel geholt hat, ist auch von mir eine Art Druck abgefallen“
Wenn ein ehemaliger Leistungssportler, der selbst auf Weltniveau gekämpft hat, als Trainer EM-, WM- und möglicherweise auch Olympiamedaillen holt, sind dies immer besondere Momente in einer Trainerkarriere. Aber als Alex 2017 im südkoreanischen Muju WM-Gold gewonnen hat, ist auch von Vanja Babic eine Last von den Schultern gefallen: „Er hat das beendet, was ich 2009 bei der WM verpasst habe. Ebenso ist es nun mit Olympia. Mit Alex steht auch ein Teil von mir auf der Fläche. Ich bin unglaublich stolz auf ihn und darauf, dass er nie aufgegeben hat, auch wenn es manchmal unmöglich erschien. Diese Mentalität zeichnet Alex aus“.
Der WM-Titel 2017 in Muju war sicherlich der entscheidende Auslöser für den Sportsoldaten der Sportfördergruppe Sonthofen, das Ziel „Ich will nach Tokyo“ zu konkretisieren. Durch die gewonnen Weltranglistenpunkte bei der WM ist Alexander Bachmann deutlich im olympischen Ranking nach oben gerutscht. Die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2018 in Kazan setzte den Vorwärtsmarsch fort und ihm wurde langsam bewusst, dass er wirklich ein Wörtchen bei der Ticketvergabe mitreden könne. „Das ich es aber direkt über die olympische Rangliste schaffen kann, war mir erst bewusst, als ich dann im August-Ranking 2019 plötzlich auf Platz 7 stand“, erzählt Alexander Bachmann. Von da an wurde es ernst und jeder Weltranglistenpunkt war nun entscheidend für die Olympiaqualifikation. Alexander Bachmann schmunzelnd: „Ich wollte unbedingt das Qualifikationsturnier im Mai 2020 in Mailand vermeiden. Ich weiß ja von meiner Frau, wie schwer diese Qualifikationsturniere sind.“
Georg Streif: „Es gab Plan A, B und C. Jetzt bin ich überaus froh, dass Plan C eingetroffen ist“
Dass der Traum von einem ersten DTU-Ehepaar bei Olympischen Spielen ein Traum bleiben wird, entschied die Gesundheit. Denn die macht der WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2013 und Olympiateilnehmerin 2016 Rabia Bachmann einen Strich durch die Rechnung. Sie kann aktuell nicht an Wettkämpfen teilnehmen, um sich für Olympia zu qualifizieren.
Auch bei Alex Bachmann zeigte der Leistungssport kurz mal seine gesundheitlichen Schrecken. Aus der Öffentlichkeit ferngehalten wurde seine komplizierte Hand-Verletzung Anfang September beim Grand Prix in Chiba. Trotz erfolgreicher Operation und der optimalen Betreuung durch das umsorgende Ärzte- und Physioteam, konnte anfangs nur mit Handbremse die Punktejagd angegangen werden. Alexander Bachmann dazu: „Natürlich haben wir die Verletzung von der Öffentlichkeit und somit auch von meinen Gegnern ferngehalten. Wenn es um Olympia geht, kann auf der Fläche viel passieren. Es hätte ja sein können, dass meine Gegner mit dem Wissen über meine Verletzung extra auf meine Hand kicken.“ Dies war ebenso ein kluger Schachzug vom Trainerteam wie auch die verschiedenen Szenarien, wie trotz der Verletzung, die Qualifikation geschafft werden kann. „Es gab Plan A, B und C. Ich bin froh, dass nun Plan C funktioniert hat“, gab Herren-Cheftrainer Georg Streif erleichtert zu und freute sich, dass das Ticket für Tokyo nun so deutlich mit Platz 3 im olympischen Ranking gesichert wurde.
„Alex gibt nie auf. Auch wenn es mal nicht läuft. Er macht immer weiter, auch wenn er Rückschläge hinnehmen muss. Das zeichnet ihn aus und bin stolz, dass er sich sportlich und menschlich zu diesem Menschen entwickelt hat,“ schwärmt Vanja Babic von seinem Schützling, der damals mit 7 Jahren zu ihm gekommen ist und wo der Vater anfangs eher abgeraten hat, zu viel Zeit in diesen Jungen zu investieren. Alles zahlt sich irgendwann aus. „Wir haben die Top-5 Platzierung geschafft, ohne eine Grand Prix Medaille geholt zu haben“.
An dieser Stelle hat die Zusammenarbeit aller Beteiligten nahezu perfekt funktioniert. Ein Erfolg, der für Herren-Chef Bundestrainer Georg Streif ebenfalls etwas ganz Außergewöhnliches ist. Seine Erfahrung als Headcoach bei den Olympischen Spielen in Sydney, die mit der bislang einzigen Olympiamedaille für die deutschen Herren endete, wird dem gesamten Team sicherlich auch für die Olympischen Spiele in Tokyo viele Vorteile bringen. Akribisch und bis ins Detail durchdacht wird nun die Mission Tokyo individuell für Alex geplant. Das hierfür viele Kräfte gebündelt werden müssen, zeigen die Worte des Dankes, die Georg Streif immer bewusst und ehrlich am Ende eines solchen Teamerfolges formuliert. „Mein Dank gilt neben der Leistung von Alex, allen die an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Der Heimtrainer, die Bundeswehr, seine Coaches, das Umfeld, der Athletiktrainer, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Ärzte, DTU-Funktionäre, Sporthilfe, DOSB, Sponsoren und so weiter. Alle haben ihr Bestes gegeben, um diesen wichtigen Schritt in der DTU zu schaffen. Nur gemeinsam kann Großes geschaffen werden“
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Alexander Bachmann: „Da Vanja Babic am 6. Dezember auch Vater geworden ist, werden wir in den nächsten Tagen alle erfreulichen Ereignisse gemeinsam feiern“
Alex Bachmann konnte in Moskau nicht auf die physische Unterstützung seines Heimtrainers zählen. Grund waren besondere, erfreuliche Umstände am 6. Dezember. Vanja Baibic erzählt überglücklich: „Ich saß schon am Flughafen in Stuttgart und wartete auf das Boarding nach Moskau. Da rief plötzlich meine Frau an und sagte mir, dass unser Baby kommt. Ich habe dann schnell meinen Koffer aus dem Flieger holen lassen. Mein Bruder brachte mich umgehend ins Krankenhaus. Morgens um 3:00 Uhr kam unsere Tochter zur Welt und am Nachmittag hat sich Alex für Olympia qualifiziert. Der Nikolaus hat es gut mit mir gemeint.“
Stefan Klawiter empfängt Glückwünsche von höchster Stelle
Auch DTU-Präsident Stefan Klawiter konnte nicht vor Ort in Moskau sein. Seine präsidialen Verpflichtungen beim DOSB verlangten die Anwesenheit bei den mehrtätigen DOSB-Konferenzen mit den Kollegen anderer Spitzensportverbände und Landessportbünde aus Deutschland. Durch den ständigen Kontakt mit dem DTU-Leistungssportpersonal konnte er in Frankfurt aber während der DOSB-Mitgliederversammlung die Entwicklungen in Moskau dennoch intensiv verfolgen. Als die Entscheidung feststand, dass Alexander Bachmann sich für die Olympischen Spiele qualifiziert hat, waren Alfons Hörmann (DOSB-Präsident) und Stephan Meyer (Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern) die ersten Gratulanten für diesen tollen DTU-Erfolg. Stefan Klawiter: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung von Alexander, der vor allem zum Ende des Jahres noch einmal mit seinem Trainerteam alles für diesen Erfolg getan hat. Einen Sportler direkt über die olympische Rangliste qualifizieren zu können, ist der Verdienst vieler Unterstützer, denen ich an dieser Stelle ganz besonders danke. Ich blicke motiviert und zuversichtlich in das Jahr 2020.“
Motiviert blicken alle Verantwortlichen der DTU auf das bald beginnende Olympiajahr 2020, in dem noch weitere DTU-Athleten die Chance haben werden, sich ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokyo zu erkämpfen.
Holger Wunderlich: Ich wünsche Alex eine bestmögliche und verletzungsfreie Olympiavorbereitung und hoffe, dass wir im April weitere Athleten/-innen für Tokyo qualifizieren und dann bei den olympischen Spielen 2020 erfolgreiche Ergebnisse erzielen. Zum Jahresende möchte ich mich ganz herzlich bei allen Unterstützern des Leistungssportbereichs der DTU bedanken
Stefan Klawiter: Ich wünsche wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Verantwortlichen und unseren Mitgliedern auch weiterhin konstruktiv und kooperativ verläuft, um die Zukunft unseres Verbandes gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Selbstverständlich wünsche ich mir ein bestmögliches Abschneiden unserer Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokyo, sowie ein Anknüpfen an die tollen Erfolge der vergangenen Jahre durch unsere Technik-Nationalmannschaft bei der Poomsae-Weltmeisterschaft im Mai in Dänemark.
Musa Cicek: Ich wünsche mir, dass nun alle die besinnlichen Weihnachtstage nutzen, um Kraft für das Jahr 2020 zu sammeln, damit wir im April 2020 noch weitere Olympiatickets für Deutschland erkämpfen.
Quelle: DTU
ERFOLGREICHER JAHRESABSCHLUSS DER POOMSAE-LÄUFER!
Zum letzten Poomsaeturnier des Jahres sind unsere Sportler zum Internationalen Park-Pokal nach Sindelfingen aufgebrochen. Die grandiose Entwicklung der letzten Monate hat sich auch hier wieder fortgesetzt, denn wiederum konnten sich alle angetretenen Läufer mit Medaillen für ihre guten Leistungen belohnen.
Die Ergebnisse:
1. Platz: Fabian Frank, Rafailia Tourani & Taha Siddiqui (Paar), Lucie Bossert & Elena Holm & Julia Nufer (Team), Marina Geiselmann & Isabelle Hely & Pia Wippermann (Team), Isabelle Hely & Fabian Frank (Paar)
2. Platz: Taha Siddiqui, Olga Glajm, Marina Geiselmann
3. Platz: Christiane Geiselmann & Matthias Walter (Paar), Rafailia Tourani, Matthias Walter, Elena Holm, Isabelle Hely
Für Olga und Matthias war der Einsatz sogar noch etwas anstrengender als sonst, denn wegen der sehr hohen Teilnehmerzahl von Sportlern aus ganz Europa sind die beiden am Samstag Vormittag selbst gestartet und waren am Nachmittag bzw. am Sonntag als Kampfrichter eingesetzt.
Wie schon in der Ba-Wü-Meisterschaft haben wir auch beim Park-Pokal zum ersten Mal den ersten Platz für die Vereinswertung belegt und den Mannschaftspokal Poomsae nach Zuffenhausen geholt!
© 2026 TKD Center Stuttgart e.V.